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Schafe brauchen einen guten Hirten.
Menschen manchmal auch...
Besonders in schwierigen Lebenssituationen.
Schwestern vom Guten Hirten bemühen sich weltweit,
jungen Mädchen, Frauen und Familien in Not
mit ihren Angeboten zu helfen.

 
Berufung in päpstliche Kommission
Schwester Marie Claude Naddaf RGS, Provinzleiterin von Libanon und Syrien, wurde von der Konferenz der Ordensleute des Libanon als Vertreterin in eine Päpstliche Kommission entsandt, die den Auftrag hat, die Situation der Kirche und der Ordens­leute im Irak zu untersuchen. Christen und Ordens­angehörige fliehen dort vor den radikalislamischen IS-Truppen und sind zum Teil tagelang unterwegs, um den Norden des Landes zu erreichen. Viele Ordensangehörige verlieren dabei den Kontakt zu ihrer Kongregation. Außerdem soll sich die Kommission über die Notlage der Flüchtlinge, besonders der Frauen und Kinder, informieren. Schwester Naddaf bat alle Schwestern vom Guten Hirten, für das Gelingen der schwierigen und gefahrvollen Aufgabe zu beten.

Eine prägende Frau der Ordensgeschichte
Zum Tod von Schwester Roswitha Wanke RGS

Am 30. August 2014 starb in München Schwester Roswitha Wanke, die langjährige Provinzleiterin der ehemals süddeutschen und später südwestdeutschen Provinz der Schwestern vom Guten Hirten.
Schwester Roswitha wurde 1929 in Oppeln (Oberschlesien) geboren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste die Familie die Heimat verlassen und kam in ein Dorf im Kreis Bad Gandersheim, in ein Diaspora-Gebiet. Zeitweise war Schwester Roswitha die einzige Katholikin in der Schule. Im Februar 1949 machte sie ihr Abitur. Krieg und Flucht hatten ihren Berufswunsch geprägt: Sie wollte Sozialarbeiterin werden. Durch Vermittlung eines Priesters erhielt sie im Mädchenheim der Schwestern vom Guten Hirten in München eine Praktikumsstelle. Gegen Ende des Praktikums war ihr klar: Das ist meine Lebensaufgabe! So entschloss sie sich, statt des zweiten Vorpraktikums in das Noviziat der Schwestern vom Guten Hirten einzutreten. Nach der Ordensausbildung begann sie mit einer Mitschwester in München das Studium zur Volksschullehrerin – ein Novum für die Gemeinschaft, die aufgrund ihrer Geschichte noch monastisch geprägt und zur Klausur verpflichtet war. Nach der ersten Lehramtsprüfung wurde Schwester Roswitha in der Heimvolksschule des Ordens in Schloss Zinneberg (Oberbayern) eingesetzt. Diese Jahre waren eine reiche und prägende Zeit. Nach der Zweiten Lehramtsprüfung kam eine neue Herausforderung: Sie wurde zur Noviziatsleiterin ernannt und kehrte nach München zurück. 1973 wurde sie als Delegierte zum General­kapitel nach Angers (Frankreich) gesandt und lernte dort die Internationalität des Ordens kennen. Thema des Kapitels waren vor allem die Konsequenzen des 2. Vatikanischen Konzils für das Leben der Ordensgemeinschaft. Zur Kongregationsleiterin wurde eine Australierin gewählt und Sr. Roswitha zu einer ihrer sieben Beraterinnen ernannt. Das bedeutete den Umzug nach Rom und zahlreiche Reisen in alle Welt. Am Ende ihrer zweiten Amtszeit kehrte sie nach München zurück und übernahm die Verantwortung für die Pastoral geistlicher Berufe. Im Jahr 1990 erreichte Schwester Roswitha die Herausforderung zur Vereinigung der Süddeutschen und der Rheinischen Provinz als deren erste Provinzialin mit dem neuen Provinzsitz in Würzburg. Bis zum Jahr 2000 stellte sie ihre ganze Kraft und ihr Können in den Aufbau dieser neuen Provinz. In diese Zeit fiel auch die Neugründung eines Hauses in Erfurt mit mehreren Frauenschutzwohnungen für Frauen aus Gewaltsituationen, Frauenhandel und Zwangsprostitution. Im Jahr 2000 übernahm Schwester Cordis Ganslmeier die Provinzleitung, und Schwester Roswitha konnte in einer Sabbatzeit im Mutterhaus in Angers und in Irland neue Kraft schöpfen. Danach übernahm sie für fast vier Jahre im Generalat in Rom die Koordination der dortigen internationalen Kommunität. Als sie 2004 in die Deutsche Provinz zurückkam, wartete eine neue Herausforderung auf sie: Schwester Cordis übertrug ihr den Arbeitsbereich "Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität" der Provinz, da die Kongregation begonnen hatte, ein weltweites Netzwerk zu diesem Thema aufzubauen.
Als Schwester Roswithas Kräfte nachließen, kehrte sie zurück nach München und damit zur letzten Station ihres erfüllten Lebens. Hier wollte sie weiterhin den Menschen und ihrem geliebten Herrn in Treue dienen. Sie ahnte nicht, dass Gottes Liebe andere Pläne hatte.
Schwester Roswitha gehörte zu den prägenden Frauen in der Ordensgeschichte der Deutschen Provinz. Sie gestaltet den Umbruch nach dem 2. Vatikanischen Konzil maßgebend mit und blieb bis ins hohe Alter aufgeschlossen für neue Entwicklungen. Nicht zuletzt durch ihre kompetente Übersetzungsarbeit aus dem Englischen und Französischen trug sie zur Gestaltung der Webseite des Guten Hirten und der Zeitschrift "kontinente" bei.

Leib und Seele zusammenhalten
Schwestern vom Guten Hirten eröffnen Restaurant in Burkina Faso


Ein gutes Essen hält Leib und Seele zusammen. Das ist der Gedanke hinter einem Projekt der Schwestern vom Guten Hirten in Burkina Faso. In ihrer Niederlassung in der Stadt Bobo Dioulasso gründeten sie das Restaurant "Yelemani", das Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Mädchen und Frauen schaffen und darüber hinaus mit guter lokaler und französischer Küche aufwarten soll. Ein einmalige Projekt, das schon jetzt große Aufmerksamkeit im Lande gefunden hat. Burkina Faso, die ehemalige französische Kolonie Obervolta, ist eines der ärmsten Länder der Erde. Fast die Hälfte der 16 Millionen Einwohnern lebt unterhalb der Armutsgrenze; zwei Drittel sind jünger als 25 Jahre. Überfüllte Städte wie Bobo Dioulasso bieten nur wenige wirtschaftliche Perspektiven, vor allem nicht für jungen Frauen und Mädchen. Nach Angaben der Weltbank verdient eine Frau in Bobo Dioulasso für eine Woche Arbeit nur ein Viertel von dem, was ein Mann bekommt. Die Mehrheit der jungen Burkinesinnen ist zudem aufgrund kultureller Tradition von der Grundschulausbildung ausgeschlossen. Ohne Bildung und Arbeitsmöglichkeiten sind besonders die jungen Mädchen und Frauen potentielle Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung.
Dies alles führte zu dem Entschluß der Schwestern vom Guten Hirten, etwas für die ärmsten Frauen und Kinder in der Region zu tun, besonders für jene in den Slums von Bobo Dioulasso.

mehr erfahren Sie hier


Schwestern vom Guten Hirten in aller Welt feiern Wiedervereinigung
Das kleine Logo (links) bringt es auf den Punkt: Die Schwestern des heiligen Johannes Eudes und der heiligen Schwester Maria Euphrasia Pelletier sind wieder in einem Boot! Nach fast 180 Jahren der Trennung wurde am 27. Juni 2014 in aller Welt die Wiedervereinigung der beiden Ordensgemeinschaften gefeiert. Schon seit Jahren regte sich in beiden Gemeinschaften der Wunsch, das Neben­einander wieder in ein Miteinander zu verwandeln. Denn der Anlass für die Trennung im Jahre 1835 war nicht von grundsätzlicher Natur. Der französische Volksmissionar Johannes Eudes hatte 1641 in Frankreich den Orden "Unserer Frau von der Liebe", gegründet, um Frauen und Mädchen in Not Hilfe und Schutz zukommen zu lassen.

1829 gründete die damalige Oberin von Tours, Schwester Maria Euphrasia, ein neues Haus in Angers und gab der Niederlassung den Namen "Haus vom Guten Hirten". In Angers erkannte Schwester Maria Euphrasia, dass die Häuser vom Guten Hirten nur durch enge Zusammenarbeit überleben würden. Sie plante deshalb, alle Häuser "Unserer Frau von der Liebe" unter einem Generalat zu vereinen. Die neue Kongregation erhielt den Namen "Unsere Frau von der Liebe des Guten Hirten von Angers". Doch nicht alle Häuser waren bereit, ihre Eigenständigkeit aufzugeben. So kam es zur Trennung. Apostolat und Spiritualität blieben jedoch in beiden Gemeinschaften erhalten. Das erleichterte nicht zuletzt die Wieder­vereinigung, die jetzt offiziell vollzogen wurde.



In Rom begann die Feier der Wiedervereinigung vor dem Eingang des Generalates der Schwestern vom Guten Hirten. Schwestern beider Kongregationen, Angehörigen anderer Ordensgemeinschaften, Laien und MitarbeiterInnen des Generalats versammelten sich und zogen in zwei Gruppen in das Haus ein. Schwester Brigid Lawlor, Generalleiterin des Schwestern vom Guten Hirten, führte dabei ein Buch mit, das die Geschichte der Wiedervereinigung dokumentiert und in das sich später alle Anwesenden eintrugen. Schwester Angela Fahy, Generalleiterin des Schwestern "Unserer Frau von der Liebe", trug einen Hirtenstab. Es folgte eine Lesung von Texten der Seligen Schwester Maria Droste zu Vischering. Anschließend versammelten sich beide Gruppen zum Gebet vor der Statue des Guten Hirten. Dann kam der feierliche Moment der Verlesung des päpstlichen Dekretes zur Wiedervereinigung durch Pater Hank Lemoncelli, OMI. Schwester Angela übergab den Hirtenstab an Schwester Brigid als Zeichen dafür, dass die Mitglieder der Kongregation "Unserer Frau von der Liebe" sich der Leitung der Schwestern vom Guten Hirten anvertrauen. Alle Anwesenden tauschten den Friedensgruß, während der Chor das "Gloria" anstimmte. In der Kapelle des Generalates wurde die Eucharistiefeier fortgesetzt, die Pater Camilo Bernal CJM, Generaloberer der Eudisten, leitete. Nach der Kommunion wurde den Schwestern "Unserer Frau von der Liebe" das Symbol und die Konstitutionen der Kongregation überreicht.
Die Feier zur Wiedervereinigung war durch Tage des Gebetes und der Reflexion eingeleitet worden. Der erste Tag stand unter dem Motto "Lasst uns der Freude Ausdruck verleihen, wieder vereint zu sein", der zweite unter Motto "Die gemeinsame Ernte einbringen" und der dritte wagte mit der Aufforderung "Gemeinsam für die Mission" einen Ausblick auf die Zukunft. Im Garten des Generalates pflanzten Schwester Brigid und Schwester Angela einen Baum, der mit einer Erinnerungsplakette versehen wurde. Auch in anderen Ländern begingen die Schwestern den Tag der Wiedervereinigung mit Gebet und Feiern, besonders in jenen Ländern, in denen die Schwestern beider Kongregationen vertreten waren.

Weitere Fotos von den Feiern zur Wiedervereinigung finden Sie hier


Kinderkrippe Haus St. Anton bestand Prüfung



Mit sehr gutem Erfolg hat die katholische Kinderkrippe Haus St. Anton in Wittlich-Plein die Auditierung (Prüfung) des Rahmenleitbildes für katholische Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier bestanden. In einem auf mehrere Jahre angelegten Prozess haben sich hierbei die Erzieherinnen mit ihrer Arbeit und der Arbeitsweise auseinandergesetzt und versucht diese für alle Beteiligten zu optimieren. Wegweiser und Grundlage für diesen Optimierungsprozess waren das Rahmenleitbild des Bistums Trier für katholische Kindertageseinrichtungen, wie insbesondere auch das Leitbild des Ordens der Schwestern vom Guten Hirten. Neben der Überprüfung von fachlichen Standards in den einzelnen Qualitätsbereichen ging es vorrangig insbesondere um den roten Faden "Glaube". Glaube der immer da deutlich wird, wo die einzelne Erzieherin in ihrem liebevollen Umgang mit den Kindern etwas von der Liebe des Guten Hirten sichtbar und erfahrbar werden lässt.
Foto: Einrichtungsleiter Peter Unzen (rechts) gratuliert Frau Gudrun Bayer stellvertretend für das gesamte Team der Kinderkrippe zur bestanden Auditierung anlässlich der "Antoniuskirmes" am Festtag des hl. Antonius.

Schwester Cordis als neue Provinzleiterin in ihr Amt eingeführt



Mit einer Eucharistiefeier in St. Hedwig in Würzburg-Heuchelhof begann am 12. Februar die Einführung des neuen Leitungsteams der Provinz Deutschland/Albanien. Schwester Daniela Kubiak (Foto links) übergab den "Hirtenstab" an Schwester Cordis Ganslmeier. Die anwesenden Schwestern riefen die neue Leiterin und ihr Team mit den folgenden Worten auf: "Aus unsrer Mitte hat ER, der gute Hirte, Schwestern erwählt und berufen, unsere Provinz in die Zukunft zu führen. In der Erklärung unseres Provinzkapitels vom 24. Oktober 2013, in der die vier Prioritäten festgehalten sind, mit denen wir die Zukunft gestalten wollen, lesen wir: Wenn schon ein einziges Herz alles beleben kann, können dann nicht unser aller Herzen mit Gottes Hilfe und mit dem Charisma der hl. Maria Eufrasia
den Lebensmut und die Zuversicht stärken? Dieser Weg des Vertrauens in die Zukunft beginnt heute mit der Einführung unseres Leitungsteams. Aus unsrer Mitte rufen wir: Schwester M. Cordis Ganslmeier." Die neue Provinzleiterin antwortete mit den Worten: „Hier bin ich! Ich bin bereit, meine Gaben im Auftrag des Kapitels in unserem Leitungsteam einzusetzen."
Generalvikar Dr. Hillenbrand, Würzburg, sagte in seiner Predigt u.a.: "Wir allen kennen das Wort von Saint-Exupéry: 'Man sieht nur mit dem Herzen gut.' Man könnte diesen Satz auf die Gründerin Ihrer Gemeinschaft beziehen: Für Maria Eufrasia Pelletier (1796 – 1868) war diese Herzensperspektive eine zentrale Dimension ihrer Spiritualität. Mir kam der Gedanke, auch die von Ihrem Provinzkapitel im vergangenen Herbst erarbeiteten Prioritäten als 'Herzensanliegen' zu deuten. Sie haben eine verblüffende Nähe zu Grundgedanken von Papst Franziskus. Hirten der Kirche müssten im besten Sinn 'Grenzgänger' sein, die sich nicht mit sicheren Situationen begnügen, sondern immer wieder zu dem Risiko bereit sind, an die Ränder zu gehen und die Menschen dort aufzusuchen, wie es dem Vorbild Jesu als des Guten Hirten entspricht. Papst Franziskus, davon bin ich überzeugt, hätte sicher nichts dagegen, dass ich seine Worte auch auf die Hirtinnen beziehe, konkret auf die Schwestern Ihrer Gemeinschaft."
An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang an, an dem zahlreiche Schwestern, Mitarbeiter und Freude des Guten Hirten teilnahmen.


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Weitere deutsche Internetseiten
Haus vom Guten Hirten, Hofheim www.guter-hirte-hofheim.de
Haus vom Guten Hirten, München www.st.gabrielsolln.de
Haus vom Guten Hirten, Münster  www.hvghirten.de
Haus St. Anton, Wittlich www.haus-sankt-anton.de
Schloß Zinneberg www.schloss-zinneberg.de

Update: 17.09.14