Tag der Erde auf den Philippinen
Schwestern vom Guten Hirten engagieren sich für den Umweltschutz

Der „Tag der Erde“ (englisch Earth Day) wird alljährlich am 22. April mit einem bestimmten Schwerpunkt und Motto in über 175 Ländern begangen und soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken, aber auch dazu anregen, die Art des Konsumverhaltens zu überdenken. Die Schwestern vom Guten Hirten der Provinz Japan/Philippinen begingen den Tag mit einer zweitägigen Veranstaltung auf der Good Shepherd Farm in Sariaya, Quezon. In diesem Jahr ging es darum, bedrohte und gefährdete Arten zu schützen. Die beispiellose weltweite Zerstörung und der rasche Rückgang der Pflanzen- und Tierpopulationen stehen in direktem Zusammenhang mit menschlichen Aktivitäten: Klimawandel, Entwaldung, Verlust von Lebensräumen, Handel und Wilderei, nicht nachhaltige Landwirtschaft, Umweltverschmutzung und Pestizide, um nur einige zu nennen. Es war ein zweitägiger Workshop, an der hauptsächlich Jugendliche teilnahmen. Die erste Aktivität des Earth Days war der „Kosmische Weg“. Er bestand aus 12 Stationen; jede enthielt Lesungen und Schriften, die sich auf das beziehen, was gegenwärtig mit der Umwelt geschieht. Er befragt die Teilnehmer über ihre Perspektive der aktuellen Umweltsituation auf den Philippinen. Die letzte Station konzentrierte sich auf die Frage, was die Teilnehmer konkret für das Wohl der Umwelt und für die Lebewesen tun können. Sie sollten über ihre Vorlieben und Gewohnheiten nachdenken und einfache, aber sinnvolle Tätigkeiten, die jeder Einzelne ausführen kann, benennen.
Am nächsten Tag wurde der Film „Reise des Universums“ vorgeführt. Er zeigt, wie sich unsere Umwelt in den letzten Jahrzehnten durch den Menschen drastisch verändert hat. Nachdem die Jugendlichen den Film gesehen hatten, diskutierte man in Gruppen. Die Ergebnisse wurden auf kreative Weise wie Tanzen, Schauspielen, Singen und Poesie vorgestellt. Der zweite Tag war mit mehr Interaktionen und Lernen gefüllt. Drei Aktivitäten wurden angeboten: „Laudato Si“, „Eco Bricks“ und „Postermalen“. „Laudato Si“ knüpfte an den Sonnengesang des heiligen Franziskus an und thematisierte die Erschaffung der Welt in religiöser Perspektive: Wie alles geschaffen wurde und wie sich der Mensch darum kümmern sollte. Zu Gehör gebracht wurden philosophische Zitate aus verschiedenen Kulturen und Religionen und biblische Erzählungen als Beispiele für den Schutz der Schöpfung Gottes. Die zweite Aktivität waren die „Eco Bricks“. Diese Aktivität versetzt die Teilnehmer in die ökologische Krise, mit der sie gegenwärtig konfrontiert sind. „Eco Bricks - Ökologische Ziegel“ stellen eine gute Alternative zu herkömmlichen Ziegeln dar. Ihre Herstellung erfolgt durch das Recycling von nicht organischen Materialien wie Kunststoffen, die sonst achtlos weggeworfen werden. Plastikabfälle haben den Ozean stärker verschmutzt, als man sich dies in den letzten Jahrzehnten vorgestellt hatte. Jedes Jahr leiden Hunderte von Tieren unter den Kunststoffen, die auf den Meeren schwimmen. Durch die Verwendung recycelter Produkt wird dazu beigetragen, den Müll zu reduzieren. Schwester Rita erklärte den Jugendlichen, wie „Eco Bricks“ hergestellt werden. Die letzte Aktivität war das Postermalen. Die Teilnehmer taten sich in Gruppen zusammen und versuchten, das Wissen und die Perspektiven, die sie aus den verschie- denen Aktivitäten gewonnen hatten, mit kreativen Plakaten und eingängigen Slogans zu veranschaulichen.



Schwester Rita erklärt Jugendlichen, wie man aus Abfallstoffen Ziegel herstellen kann.