Orden der Schwestern zum Guten Hirten

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Myanmar: Unterstützung gegen den Staatsstreich

Im Februar hat das Militär in Myanmar die demokratisch gewählte Regierung des Landes abgesetzt. Tag für Tag fordern Demonstrierende ein Ende des Staatsstreichs. Unterstützung bekommen sie von den Schwestern vom Guten Hirten, für die auch die inhaftierte Regierungschefin keine Unbekannte ist.

Die Zeit der Militärdiktatur schien in Myanmar der Vergangenheit anzugehören. Nach über 50 Jahren autoritärer Herrschaft kam 2011 die erste Zivilregierung an die Macht. Zehn Jahre später droht ein Rückfall in die Diktatur: Im Februar 2021 nimmt die Armee ranghohe Regierungsvertreter fest. Die de facto Regierungschefin Aung San Suu Kyi wird verhaftet, das Parlament aufgelöst.

Täglich gehen hunderte Menschen gegen das Militär auf die Straße. Sie protestieren für ein Ende des Putsches und die Freilassung von Aung San Suu Kyi. Unter den Demonstrierenden sind auch immer wieder Ordensschwestern verschiedener Kongregationen.

Schwestern vom Guten Hirten unter den Demonstrierenden

Auch die Schwestern vom Guten Hirten unterstützen die Proteste: “Wir teilen die gleichen Bedenken, Sorgen und Ängste. Wir wollen kein Leben unter der Junta leben, sondern ein sicheres Leben“, schreibt Sr. Rebecca Kay, Provinzoberin für Ostasien, der Nachrichtenseite AsiaNews.it.

In Myanmar sind die Schwestern vom Guten Hirten von der zivilen Regierung als Stiftung anerkannt worden. Aus dieser Sicherheit heraus betreibt die Gemeinschaft eine Vielzahl sozialer Einrichtungen, insbesondere für Straßenmädchen und Frauen, die unter Gewalt leiden. Sr. Rebecca fürchtet nun, dass die Militärregierung der Stiftung die Anerkennung entziehen könnte, was die soziale Arbeit erschweren oder gar unmöglich machen könnte.

„Gebet allein ist nicht genug“, so die Provinzoberin. Trotz der Gefahr, verhaftet zu werden, wollen die Schwestern zu den Menschen auf die Straße, um „ihre Traumata und ihr Leid zu teilen.“

Aung San Suu Kyi grüßte das Kongregationskapitel

Die inhaftierte Regierungschefin Aung San Suu Kyi ist für die Schwestern vom Guten Hirten keine Unbekannte: 15 Jahre lang verbrachte sie vom Militär verbannt in Hausarrest. Schwester Guadalupe Bautista, Generalrätin, besuchte sie dort im Jahr 1997. Da der Besuch kurz vor dem Kongregationskapitel der Schwestern vom Guten Hirten stattfand, schrieb Aung San Suu Kyi eine Botschaft für die Schwestern auf einen kleinen Zettel. Sie grüßte und ermutigte die Schwestern vom Guten Hirten, in ihrer wunderbaren Arbeit nicht nachzulassen und wünschte Ihnen Gottes Segen und die nötige Kraft für ihren Einsatz bei den Menschen am Rande. Schwester Guadalupe verlas diesen Zettel im Kongregationskapitel. „Die Betroffenheit war in der nachfolgenden Stille zu spüren“, erinnert sich eine der Teilnehmerinnen, Schwester Daniela Kubiak, noch heute.

„Die Schwestern vom Guten Hirten haben eine Mission in der Gesellschaft“, schreibt Provinzoberin Sr. Rebecca: „Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger von Myanmar ungeachtet ihrer Religion und Ethnie dieselben demokratischen Rechte besitzen. Wir wollen Fortschritt für das ganze Land, so wie wir ihn in den letzten zehn Jahren gesehen haben.“

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(my)

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