Schwestern vom Guten Hirten

Internationale Ordensgemeinschaft | Deutsche Provinz

Deutsche Provinz

„Die ganze Welt ist nicht zu groß für uns, wenn es darum geht Menschen zu retten!“

Die Arbeit der Schwestern vom Guten Hirten

Grundlage unseres Handelns ist das biblische Bild von der Liebe des Guten Hirten.
Es spiegelt die Erfahrungen wider, die Menschen in Israel mit Jesus machten: Erfahrungen des Schutzes, der Sorge für den Einzelnen und der Zusammengehörigkeit. Wir verstehen das Evangelium als befreiende Botschaft gerade für die Schwachen, die an den Rand Gedrängten, die Entrechteten und die Leidenden.
Das Bekenntnis zu Jesus Christus weist uns in seine Nachfolge, die sich nicht auf Gesinnung und Innerlichkeit beschränkt, sondern zu politischem und sozialem Handeln drängt. Das geschieht zum einen durch konkrete Hilfsangebote, etwa in Form von schützenden Heimen, Ausbildungsstätten und Selbsthilfegruppen, aber auch durch politische Einflußnahme vor Ort oder bei internationalen Organisationen.

Wir ergreifen Partei gegen not- und leidbringende Strukturen.

Wir kämpfen für Gerechtigkeit und Frieden.

Wir setzen uns ein für die Bewahrung der Schöpfung.

Weltweites Engagement

Unser weltweiter Einsatz gilt vor allem jenen Menschen, die von der Gesellschaft nicht beachtet, an den Rand gedrängt oder ausgebeutet werden. Dazu zählen insbesondere:

• Frauen und Mädchen, die von Gewalt, Missachtung und sexueller Ausbeutung betroffen sind
• Kinder, die in lebensverhindernden Verhältnissen aufwachsen und unter Vernachlässigung, Misshandlung oder Missbrauch leiden
• Menschen mit einer geistigen/seelischen Behinderung, die auf fördernde Unterstützung angewiesen sind
• alte Menschen, die vereinsamt und pflegebedürftig sind
• Menschen, die nach Schicksalsschlägen und Erfahrungen von Ausgrenzung Hilfe suchen für eine neue Lebensgestaltung.

Unsere sozialen Dienste

• Beratung und Begleitung von Frauen / Krisenintervention
• Kinder und Jugendhilfe / Heilpädagogik
• Sozialpädagogische Familienhilfe
• Beratung und Begleitung von Schwangeren
• Berufsvorbereitende Maßnahmen / Lehrwerkstätten
• Aufbau von Selbsthilfegruppen
• Arbeit mit Prostituierten, Strafgefangenen und Drogenabhängigen
• Streetwork und Obdachlosenarbeit
• Begleitung von AIDS-Patienten
• Arbeit mit Flüchtlingen und Ausländern
• Kreditgenossenschaften
• Behinderten-Wohnheime
• Gemeindepastoralarbeit / Krankenhausseelsorge

Unterstützt wird die Arbeit des Ordens durch zahlreiche MitarbeiterInnen, Freundeskreise und assoziierte Laien.

Beispiele aus unserer täglichen Arbeit

Prostitution in Thailand

„Das Haus der Tausend Sterne.“
In Thailand versuchen Schwestern vom Guten Hirten, junge Mädchen und Frauen aus dem Netz der Prostitution und des Frauenhandels zu befreien. Ein Film von Hans-Joachim Schilde.

Armut im Kongo

Maisha – Ein neues Leben außerhalb der Minen“
Der Dokumentarfilm führt die den Zuschauer in die Kupfer- und Kobaltminen im Kongo  – erste Station einer Kette des Rohstoffhandels, der Millionen Menschen in Armut hält. Die „Walking Sisters“ vom Guten Hirten helfen hier beim Aufbau neuer Dorfgemeinschaften. (Film in englischer Sprache)

Frauennetzwerk

Schon am Anfang unserer Geschichte sind sie mit uns untrennbar verknüpft: Frauen, die aus Armut und Mangel an Bildung an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, denen jede Möglichkeit fehlt, in Würde ihren Lebensunterhalt zu verdienen, die sich nach Liebe und Geborgenheit, nach Zugehörigkeit sehnen und immer wieder ausgenützt und bitter enttäuscht werden.

Solche Frauen traf Johannes Eudes (1601-1680) im 17. Jahrhundert bei seinen Volksmissionen im Frankreich Ludwigs XIV. Seine Predigten über Gottes Liebe und über Gottes Sehnsucht, den Armen die frohe Botschaft zu bringen, gaben ihnen Hoffnung. Doch allein schafften sie den neuen Weg des Vertrauens nicht, weil sie weiterhin in Armut und Unwissenheit leben mußten.

Johannes Eudes gründete deshalb eine Ordensgemeinschaft, die mit den Frauen leben und ihnen im konkreten Alltag helfen sollte – ein von der Kirche zuerst sehr skeptisch betrachtetes Unterfangen. Johannes Eudes wusste auch um die Schwierigkeit, bei einer so herausfordernden Aufgabe auszuharren. Deshalb legten die Schwestern zu den drei Ordensgelübden ein viertes ab, nämlich sich für die „Belehrung und Bekehrung“ – das hieße heute: für die Bildung und Neuorientierung – dieser Frauen zu engagieren.

Maria Eufrasia Pelletier (1796-1868) setzte als Frau dieses Bemühen fort auf dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen und in der besonderen Problematik ihrer Zeit. Sie fand junge Frauen aus vielen europäischen Ländern, die ihr dabei helfen wollten, und wurde in alle Erdteile gerufen, weil es überall benachteiligte und in Armut und Unwissenheit lebende Mädchen und Frauen gab.

So hat das Schicksal der Frauen in der jeweiligen Epoche auch das Leben und Wirken der Schwestern bestimmt.

Auch in der heutigen Zeit liegt das Schicksal der Frauen weltweit im besonderen Interesse der Schwestern vom Guten Hirten. In vielfältiger Weise treten sie für benachteiligte Frauen ein und begleiten sie.

Die Schwestern vom Guten Hirten sind Mitglied im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel, das RENOVABIS, die Solidaritätsaktion deutscher Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, zusammen mit verschiedenen bayerischen Frauenorganisationen gegründet hat.

Weitere Informationen siehe www.gegenfrauenhandel.de

Ebenso sind wir Mitglied bei UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V., dem Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen.

Weitere Informationen siehe www.unwomen.de

Wir sind auch Fördermitglied bei TERRE DES FEMMES, einer Organisation, die für Menschenrechte für die Frau steht.

Weitere Informationen siehe www.frauenrechte.de

 

Unsere Kooperationspartner

NGO-Status bei den Vereinten Nationen

Die Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten wurde 1997 von den Vereinten Nationen der Status einer Non-Government-Organisation (Nicht-Regierungs-Organisation) zuerkannt. Vertreterin des Ordens bei der UN ist Schwester Winifredd Doherty.

Die Kongregation erhielt außerdem einen Beraterstatus beim Rat für Wirtschaft und Soziales (ECOSOC), da die Schwestern nachweisen konnten, dass sie international Kompetenz und Einfluß haben im Bereich der Frauenarbeit. Damit haben die Schwestern vom Guten Hirten u.a. Zugang zum weltweiten Informations- und Datennetz der UN, zu den Ausschüssen der Weltorganisation und zu Botschaften und Delegationen.

Der Status als NGO ermöglicht die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen innerhalb und außerhalb der UN, die sich mit ähnlichen sozialen Fragen befassen.

Schwestern vom Guten Hirten beteiligen sich an Kongressen und Sitzung der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen. Eine Schwester gründete die „Dritte-Welt-Bewegung gegen Ausbeutung von Frauen“.

Schwester Winifredd Doherty betreibt eine eigene Website/Blog mit vielen interessanten Artikeln und Nachrichten über ihre Arbeit bei der UN in New York.

Misereor Hungertuchandacht 2024

Die diesjährige Andacht kommt aus dem Haus vom Guten Hirten in Hofheim! Gestaltet wird sie von Br. Helmut und Br. Norbert, die Fürbitten lesen unsere Schwestern!

Frau Ricarda Moufang singt und spielt Harfe, die Musik und das Video kommen von Andreas Walke.

Sharing Fair Zentrum Münster

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